vorherige Seite17 von 22nächste Seite
Lagebericht
Lagebericht

Nachhaltigkeit

Unsere Strategie zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung beruht auf den Werten, Führungsprinzipien und Leitlinien des Bayer-Konzerns. Sie wird durch unsere „Sustainable Development Policy“ sowie verschiedene Selbstverpflichtungen, z.B. im Rahmen der „Responsible Care Global Charter“ und des „UN Global Compact“ festgelegt. Konzern-Richtlinien und Positionen konkretisieren und veranschaulichen unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Die implementierten Gremien zu Nachhaltigkeit und Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltthemen haben ihre Arbeit weitergeführt. 2007 wurde sowohl eine konzernweit gültige „Position zum Thema Menschenrechte“ als auch das auf unserer neuen „Bayer-Politik zum Klimawandel“ basierende „Bayer Klimaprogramm“ verabschiedet. Beide gelten weltweit in den Ländern und Regionen, in denen Bayer vertreten ist. Die operative Umsetzung obliegt den Teilkonzernen und Servicegesellschaften.
 
Ein Maß unseres Performance-Managements ist unser Nachhaltigkeitsprogramm 2006+ („Unsere Ziele bis 2010“), das die Handlungsfelder Innovation, Produktverantwortung, exzellente Unternehmensführung, gesellschaftliche Verantwortung und Verantwortung für die Umwelt umfasst. Um unsere Fortschritte zu kontrollieren und die Zielerreichung zu dokumentieren, haben wir innerhalb der Handlungsfelder jedem Ziel konkrete Maßnahmen zugeordnet. Das Konzern-Nachhaltigkeitsprogramm berücksichtigt Ziele aller Teilkonzerne und Servicegesellschaften. Ihre Vorstände und Geschäftsführungen sind für die erfolgreiche Umsetzung verantwortlich.
 
Im Berichtszeitraum 2007 haben wir bei den meisten Key-Performance-Indikatoren den Stand halten oder verbessern können. So reduzierten sich die berichtspflichtigen Umweltereignisse signifikant, die Arbeitsunfallquoten sanken deutlich. Die berichtspflichtigen Transportunfälle blieben auf Vorjahresniveau – hier haben wir den Prozess für die Zukunft neu gestaltet, das interne Regelwerk und die Zuständigkeiten angepasst. Ein gesteigertes Produktionsvolumen sowie die vollständige Konsolidierung der Schering-Akquisition führten zu einem Anstieg bei der Emission von Phosphor und organisch gebundenem Kohlenstoff sowie im Energieeinsatz. Trotz Steigerung der Produktionsmenge konnten die Treibhausgasemissionen konstant gehalten werden.
 
Im Nachhaltigkeitsbericht 2006 haben wir erstmals neben den direkten auch die durch den Energiebezug bedingten indirekten Treibhausgasemissionen publiziert, und zwar portfoliobereinigt nach Greenhouse Gas Protocol. Unseren nunmehr jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen wir in Anlehnung an die Leitlinien der von den Vereinten Nationen mitbegründeten „Global Reporting Initiative“ (GRI), Version G3, zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Unser Nachhaltigkeitsbericht 2007 soll Ende Mai 2008 erscheinen.
 
Die Mitarbeit bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen ist uns ein wichtiges Anliegen. Bayer ist auf nationaler und internationaler Ebene ein engagierter Partner bei der Diskussion über Umwelt- und Verbraucherschutzstrategien und Regulierungen. Mit unserem Bekenntnis zur Produktverantwortung unterstützen wir auch das Ziel der EU-Chemikalienpolitik (REACH), die Sicherheit aller Beteiligten entlang der Produktkette sowie Verbrauchersicherheit und Umweltschutz weiter zu verbessern. Wir haben daher konstruktiv an der Neugestaltung der EU-Chemikalienpolitik mitgewirkt. Um die erforderliche Registrierung, Bewertung und – wenn nötig – Zulassung von Chemikalien entsprechend der Verordnung umzusetzen, hat der Konzern-Vorstand 2007 eine konzerninterne Richtlinie mit dem Titel „REACH Implementation. Umsetzung der REACH-Verordnung im Bayer-Konzern“ in Kraft gesetzt.
KategorieKey-Performance-Indikatoren2006120071
Gesundheit, Sicherheit und Umwelt   
Gesundheit und SicherheitArbeitsunfälle von Bayer-Mitarbeitern mit Ausfalltagen (MAQ*-Wert)2,82,4
 Berichtspflichtige Arbeitsunfälle von Bayer-Mitarbeitern (MAQ*-Wert)4,33,7
 Bedeutende Umweltereignisse83
 Transportunfälle910
Emissionen und AbfälleDirekte Treibhausgasemissionen
(CO2-Äquivalente in Mio t)**
3,93,9
 Indirekte Treibhausgasemissionen
(CO2-Äquivalente in Mio t)**
3,73,7
 Flüchtige organische Verbindungen in 1.000 t/a2,92,9
 Gesamt-Phosphor im Abwasser in 1.000 t/a0,81,0
 Gesamt-Stickstoff im Abwasser in 1.000 t/a0,70,7
 Gesamter organisch gebundener Kohlenstoff
in 1.000 t/a
1,51,8
 Erzeugter gefährlicher Abfall in Mio t/a0,30,3
 Deponierter gefährlicher Abfall in Mio t/a0,10,1
RessourceneinsatzWassereinsatz in Mio m3/d1,21,2
 Energieeinsatz in Petajoule (1015 Joule)/a86,491,7
Mitarbeiter und Gesellschaft   
Vielfalt und ChancenProzentsatz an Frauen im oberen Management des Bayer-Konzerns***3,84,3
 Anzahl der Nationalitäten im oberen Management des Bayer-Konzerns***1716
Aus- und WeiterbildungAus- und Weiterbildungskosten als Prozentsatz der Personalkosten2,22,0
BeschäftigungAnzahl der Mitarbeiter pro Region zum 31.12. (Festanstellungen und befristete Arbeitsverhältnisse)  
     Europa57.80056.200
     Nordamerika17.20016.800
     Fernost/Ozeanien17.30018.900
     Lateinamerika/Nahost/Afrika13.70014.300
Wir befürworten die Zielsetzung des EU-Aktionsplans zur Verbesserung von Gesundheit und Umwelt, der im ersten Zyklus einen Schwerpunkt bei der Kindergesundheit setzt. Dazu ist eine ganzheitliche Betrachtung von Einflüssen auf die Kindergesundheit mit Fokus auf relevante Gesundheitsprobleme erforderlich. Die wissenschaftliche Risikobewertung, die das Biomonitoring zunehmend als Instrument einsetzt, muss die Entscheidungsbasis bleiben. Wir unterstützen wissenschaftlich fundierte Biomonitoring- Programme und haben eine konzernweit abgestimmte Position dazu entwickelt.
 
Die Bewertung sowohl des Nutzens als auch möglicher Risiken stellt bei Bayer einen wesentlichen Bestandteil in der Produktentwicklung dar. Sicherheit und die Umweltverträglichkeit unserer Produkte haben für uns höchste Priorität. Biotechnologie und Nanotechnologie bieten ein enormes Potenzial für bedeutsame Produkte und Anwendungen in Gesundheit, Ernährung und Umweltschutz. Dem haben wir 2007 in unserer aktualisierten „Position zum verantwortungsvollen Umgang mit der Gentechnik“, der „Bayer Position zur Nanotechnologie“ sowie dem „Bayer Code of Good Practice zum Umgang bei Herstellung und On-Site-Gebrauch von Nanomaterialien“ Rechnung getragen. Im Bereich Nanotechnologie sind wir außerdem an den Sicherheitsforschungs-Projekten „Nanocare“ und „TRACER“ des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung beteiligt.

Beitrag zum Klimaschutz

Der Klimawandel ist eine wesentliche, globale Herausforderung. Bayer stellt sich dieser Aufgabe. Bereits seit 1992 setzt sich Bayer anspruchsvolle Ziele zur Verringerung des Energieverbrauchs sowie der CO2-Emissionen und publiziert diese. So haben wir unsere direkten und indirekten Treibhausgasemissionen zwischen 1990 und 2006, gemäß Greenhouse Gas Protocol, um 36 Prozent gesenkt. Die Berechnung erfolgte entsprechend portfoliobereinigt. 2007 wurde das integrierte konzernweite „Bayer Klimaprogramm“ gestartet. Damit will unser Unternehmen die CO2-Emissionen in der eigenen Produktion weiter senken sowie neue Lösungen für den Klimaschutz und den Umgang mit dem Klimawandel entwickeln.
 
Das vom Konzernvorstand initiierte Programm umfasst ein auf mehrere Jahre angelegtes Maßnahmenpaket. Im Rahmen des Klimaschutzprogramms bündelt unser Konzern seine spezifischen Kompetenzen und hat erste wegweisende Projekte angestoßen: das „EcoCommercial Building“ – ein globales Konzept für Null-Emissions-Gebäude im Büro- und Industriebereich, die Entwicklung von stressresistenten Pflanzen und Beiträge zur effektiven Nutzung von Biokraftstoffen sowie den „Bayer Klima-Check“ für Produktionsprozesse.
 
Bayer will in den nächsten drei Jahren 1 MRD € für klimarelevante Forschung und Entwicklung sowie Projekte bereitstellen.
 
Für den Zeitraum 2005 bis 2020 hat sich Bayer neue, insbesondere vor dem Hintergrund der bereits geleisteten Treibhausgas-Reduktionen ambitionierte Emissionsziele gesetzt. Der Teilkonzern Bayer MaterialScience will seine spezifischen Treibhausgasemissionen pro Tonne Verkaufsprodukt global um 25 Prozent senken. Bayer CropScience will bei den weltweiten absoluten Emissionen eine Einsparung um 15 Prozent und Bayer HealthCare um 5 Prozent realisieren.
 
In den USA nimmt die Bayer Corporation freiwillig am Emissionshandel der Chicago Climate Exchange (CCX) teil. Damit hat sie sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen im Zeitraum von 2003 bis 2010 um insgesamt 6 Prozent zu verringern. Das Verringerungsziel ist bereits erreicht.
 
Im Rahmen des „Global Roundtable on Climate Change“ (GRoCC) nimmt Bayer am weltweiten Dialog mit Politik, Institutionen, Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltverbänden teil. Daneben engagieren wir uns in der Business Leadership Initiative „3 C: Combat Climate Change“ und beim „Climate Change Dialogue“ von GLOBE International.

Nachhaltiges Investment

Bayer ist in verschiedenen Indizes gelistet bzw. in entsprechenden Investmentfonds vertreten, die sich auf Unternehmen mit nachhaltiger und verantwortungsbewusster Firmenpolitik konzentrieren.
 
Seit seiner Gründung im Jahr 1999 sind wir ohne Unterbrechung im „Dow Jones Sustainability Index World“ (DJSI World) vertreten. Das gilt auch für das im Jahr 2001 aufgelegte europäische Pendant, den „Dow Jones Sustainability Index STOXX“ (DJSI STOXX). Auch in der Benchmark-Serie der „FTSE4Good“-Indizes, einer von der Financial Times und der London Stock Exchange (FTSE) jährlich publizierten Index-Reihe, sind wir seit seiner Etablierung im Jahr 2001 gelistet. 2007 wurde Bayer außerdem in den neu aufgelegten „FTSE4Good Environmental Leaders Europe 40 Index“, der europäische Unternehmen mit optimalem Umweltmanagement listet, aufgenommen. Die Analysten des „Storebrand Principle Fund“ bewerteten Bayer Anfang 2007 wieder als eines der Top-Unternehmen seiner Branche mit dem Prädikat „Best in Class – Environmental and Social Performance“. Auch im französischen „Advanced Sustainable Performance Indices“(ASPI)-Eurozone-Index sind wir aufs Neue vertreten. Bayer wurde nach 2005 und 2006 ebenso im Jahr 2007 von der Investoren-Gruppe des „Carbon Disclosure Projects“ (CDP) mit dem Prädikat „Best in Class“ als eines der weltweit führenden Unternehmen beim Klimaschutz ausgezeichnet. 2007 wurde unser Unternehmen zum dritten Mal infolge in den „Climate Disclosure Leadership Index“, den ersten weltweiten Klimaschutz-Index aufgenommen – als einziges europäisches Unternehmen der Chemiebranche.
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
top
Suche
Suche
Download Center
 
Links
 
Service
 
 
 
 
Termine & Events
 
Info